Frist für Einwendungen zur Ostrandstraße ist der 7.8.14

Grafik1Das Verfahren zur Planfeststellung der Ostrandstraße (ORS) wird nach der Änderung der Trassenführung in der Wasserstadt vollständig neu durchgeführt.

Bündnis 90/Die Grünen haben von Anfang an den Bau der Ostrandstraße abgelehnt. Mehr denn je ist eine überholte Verkehrsplanung die Grundlage. Der Straßenneubau ist bei abnehmender Bevölkerung und abnehmendem Verkehr nicht erforderlich. Die erhoffte Entlastung der Innenstadt und Dessau Nords wird aufgrund von nicht intendierter Verkehrsverlagerung nicht in dem Ausmaß eintreten, während die notwendigen Entlastungseffekte auch über andere Maßnahmen erreichbar sind. In Zeiten knapper Kassen müssen auch die Kosten für den laufenden Unterhalt mit berücksichtigt werden und Neubau sollte stattdessen nur dort erfolgen, wo zwingend notwendig, z.B. Entlastung der Luchstraße in Roßlau.

Der Bau führt zur Verlärmung von bislang ruhigen Gebieten, zu erheblichen Beeinträchtigungen der Erholungsfunktion und die 2. Muldebrücke zu einer erheblichen Beeinträchtigung einer Weichholzaue. Die Planungen zum Bau der Ostrandstraße sind mit Eingriffen in die wertvolle historische Kulturlandschaft und Infrastruktur verbunden, insbesondere in der Wasserstadt und im Schillerpark. Darüber hinaus bedeuten sie eine Beeinträchtigung der Zugänglichkeit des Gartenreiches.

Die bereits bei der letzten Auslegung eingereichten Einwendungen, müssen durch die Neuauslage auch neu eingereicht werden. Alle Personen, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, können bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, das ist bis einschließlich 07.08.2014, schriftlich Einwendungen gegen den Plan erheben. Hilfestellung hierfür bietet die Bürgerinitiative Nachhaltig mobil unter http://dessau-natuerlich-mobil.de/

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