Vorschlag fĂŒr Ehrenamtspass

POLITIK Milde Töne beim Neujahrsempfang der GrĂŒnen

DESSAU-ROSSLAU/MZ/TST – Kinder und Jugendliche drohten in Dessau-Roßlau zu einer Randgruppe zu werden. Vor diesem Szenario warnte beim Neujahrempfang der BĂŒndnisgrĂŒnen Dessau-Roßlau deren Kreissprecher Bastian George. FĂŒr ihn gibt es Anzeichen, dass Interessen von jungen Menschen in der Stadt nur unzureichend berĂŒcksichtigt werden. George machte dies fest an der mehrheitlichen Weigerung des Stadtrates, einen hauptamtlichen Kinder- und Jugendbeauftragten zu bestellen. Dessen Aufgaben jedoch ehrenamtlich nicht zu bewĂ€ltigen seien.

Im ĂŒbrigen schlug George versöhnliche Töne an. Er lobte das Ehrenamt, ohne das es zum Beispiel weder Stadtfeste noch Rettungsdienste oder Gartenvereine gebe und das VorOrt-Haus immer noch Ruine wĂ€re. Auch Politik sei oft Sache von Ehrenamtlichen. Jedoch mahnte er, die ausufernde BĂŒrokratie mĂŒsse gemildert werden und schlug OberbĂŒrgermeister Peter Kuras vor, einen stĂ€dtischen Ehrenamtspass einzufĂŒhren, mit dem zum Beispiel ein preiswerterer Eintritt in die neue Schwimmhalle möglich wĂ€re.

AndrĂ© Schlecht-PesĂ© als Chef der Fraktion Liberales BĂŒrgerForum/Die GrĂŒnen lobte das Modell als bundesweit wohl einmalig, weil sich darin politische Überzeugungen zusammengefunden haben, die sonst als wenig vertrĂ€glich gelten. Der Vorzug: man diskutiere vorher alle Aspekte einer Fragestellung und finde deshalb ganz ohne Ordre oft zu einer gemeinsamen Überzeugung.

Schlecht-PesĂ© mahnte, bei der Stadtentwicklung und Neubauvorhaben die gesamte Stadt im Auge zu behalten. Eine Erweiterung der Waldsiedlung komme nur einer kleinen Gruppe zugute – die dann zum Beispiel wieder fĂŒr mehr innerstĂ€dtischen Verkehr vom Rand ins Zentrum sorgen wĂŒrde. Hingegen wĂŒrden Viertel wie das ums Leipziger Tor aus dem Blickfeld geraten, auch in Roßlau „muss dringend etwas getan werden“, um soziale Unwucht wenigstens abzumildern.

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Gutes Zusammenleben in Dessau-Roßlau – HĂ€ndchenhalten vs. Blockieren

Auch im MĂ€rz 2018 erwarten wir in Dessau wieder Besuch von rechten Kameradschaften zu sogenannten „TrauermĂ€rschen“. Was tun? Ralf Zaizek und Christoph Kaßner dazu im lebhaften „StreitgesprĂ€ch“.

Bildschirmfoto 2017-12-06 um 09.45.04 KopieSeit einigen Jahren mobilisiert die „Menschenkette“ zum Neo-Naziaufmarsch im MĂ€rz ĂŒber 2.000 Dessauer/-innen zum friedlichen Protest. Dennoch gelingt es immer wieder, dass provokante Aktionen der Rechten fĂŒr Frust bei den Protestlern: Reicht das aus? Andere Akteure halten Straßenblockaden u.Ă€. fĂŒr die richtige Antwort. Und so stellen sich Ralf Zaizek (Netzwerk Gelebte Demokratie) und Christoph Kaßner (BĂŒndnis Dessau nazifrei) in einem „StreitgesprĂ€ch“ den unterschiedlichen Haltungen.

In der Zeit vom 28.08. – 26.11.2017 beleuchtet der Offene Kanal Dessau in Kooperation mit dem Dessauer „Netzwerk gelebte Demokratie“ verschiedene Themenfelder.

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Neujahresempfang

Liebe Freundinnen und Freunde,

Wir wĂŒnschen noch Alles Gute fĂŒr das Neue Jahr, gute Ideen und Kraft sie umzusetzen, im Sinne unserer Umwelt, unserer Gesellschaft und unserer Stadt. Wir möchten hiermit ganz herzlich einladen zum Neujahrsempfang des Kreisverbandes Dessau-Roßlau von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen am Montag, den 22. Januar 2018 um 18.00 Uhr im Plan B – Kneipe im Alten Theater.

 

Tschiche-Demokratiepreis an Initiative „Buntes Roßlau“ verliehen

Der Landesverband Sachsen-Anhalt von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat erstmals seinen Hans-Jochen-Tschiche-Demokratiepreis vergeben. PreistrĂ€ger ist die Initiative „Buntes Roßlau.“ (https://de-de.facebook.com/buntesrosslau/) Die beiden GrĂŒnder*innen, Markus Geiger und Mandy MĂŒnch, nahmen den mit 1.000 Euro dotierten Preis in einer emotionalen Zeremonie auf dem Kleinen Parteitag der GRÜNEN am 18.11.2017 in Quedlinburg entgegen. (mehr …)

Oury Jalloh: AufklĂ€rung unmöglich – UnabhĂ€ngige Ermittlungen nötig

Nach der Einstellung des Verfahrens zum Tod von Oury Jalloh durch die Staatsanwaltschaft Halle berichtete die WDR-Sendung Monitor mit Verweis auf einen Zwischenstand aus dem Ermittlungsverfahren, dass nicht auszuschließen sei, dass Oury Jalloh getötet worden sei.

Sebastian Striegel, rechtspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen sagt dazu: „Im Rechtsausschuss des Landtags, der auf GrĂŒnes Betreiben in der vergangenen Woche in öffentlicher Sitzung tagte, ist der Verlauf des Ermittlungsverfahrens durch Befragung des Generalstaatsanwaltes und der Leitenden OberstaatsanwĂ€ltin in Halle noch einmal umfassend ergrĂŒndet worden. Auch der Versuch einer Abgabe des Verfahrens an den Generalbundesanwalt kam zur Sprache.“ (mehr …)