Heinrich-Böll-Stiftung

Veranstaltungshinweis: So viel Hitler war selten

Ein Vortrag von Daniel Erk zur Banalisierung des Bösen

Daniel Erk analysiert und kommentiert in seinem neuen Sachbuch „So viel Hitler war selten“ ein erstaunliches Zeitphänomen. Ob in der Werbung, den Medien oder im politischen Streit – Hitler ist wieder überall. Seine These: Durch die sorglose Omnipräsenz des Mannes mit dem kleinen Bart, der als das personifizierte Grauen gilt, wird die Zeit des Nationalsozialismus banalisiert und die eigentliche Gefahr des Faschismus unterschätzt. Verliert das Schreckliche seinen Schrecken?

Seit 2006 betreibt der Journalist und Autor Daniel Erk für die „taz“ den ‚Hitlerblog‘, der im Jahr 2010 als bestes Weblog des Jahres mit dem LeadAward in Bronze ausgezeichnet wurde. In seinem Vortrag zum Buch erklärt der Autor „warum der Mann mit dem kleinen Bart nicht totzukriegen ist“. Im Anschluss an den Vortrag laden wir zur Diskussion.

in Dessau: 08. März 2012 um 19.00 Uhr im Klub im Bauhaus Dessau (Gropiusallee 38) (mehr …)

Nachhaltigkeit und Wachstum Ein innerer Widerspruch?


„Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile ein Zauberwort, das sich alle auf die Fahnen schreiben. Gerade Industrieunternehmen und Wirtschaftsverbände nutzen es für ihr Image – oft knapp an der Grenze zum sogenannten Greenwashing.

Der Begriff Nachhaltigkeit steht für die Rücksichtnahme auf begrenzte Ressourcen und die Vermeidung negativer Folgen unseres Handelns für kommende Generationen. Die konsequente Integration von Nachhaltigkeitsstrategien in unser Wirtschaftssystem wird daher nicht ohne Konflikte verlaufen. Nur wenige können sich zum Beispiel vorstellen, dass ein Ausweg aus der aktuellen Wirtschaftskrise ohne Wachstum zu bewältigen ist.
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Campus Tour zum Thema Allgemeingüter

Zur Campus Tour unter dem Motto „Wem gehört die Welt oder Wir sind reicher als wir denken.“ lud die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt am 18.10.2010 ins Bauhaus ein. Vor circa 30 interessierten Dessau-RoßlauerInnen referierte die ausgewiesene Commons-Expertin Silke Helfrich über Zugang, Nutzung, Entnahme, Veräußerung und Kontrolle von Allgemeingütern. Sie sprach davon, dass Eigentum außschließenden Nutzenscharakter gegenüber Dritten hat und schlussfolgerte hieraus, dass Eigentum ein soziales Verhältnis sei. Hierbei berief sie sich auf den englischen Philosophen John Locke, der bereits im 17. Jahrhundert die Frage stellte: „Was kann ein Mensch allein besitzen?“ und zur Erkenntnis kam: „Nicht mehr als er selbst nutzen kann.“

„Es ist doch absurd, dass 7 % aller Deutschen Aktien besitzen, aber 80 Millionen tagtäglich vor den Nachrichten die Aktienkurse serviert bekommen.“ so Helfrich, und weiter: „Nicht ein Dollar oder ein Euro ist ein Anteil an einer Gesellschaft, sondern ein Mensch.“

„Allgemeinwohl steht in der Politik der Bundesregierung weit hinter Wirtschaftlichkeit und Wachstum, wie man an Stuttgart 21 oder der Verlängerung der Atomkraftwerke sehen kann.“, so Bastian George und Stefan Krabbes vom Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen.

Weiterführende Informationen über das Thema der Allgemeingüter finden Sie auch unter: www.commonsblog.de