Jugendhilfe

Bastian George

Wir brauchen eine bĂŒrger*innennahe Politik, die Kinder und Jugendliche ebenso mit einbezieht wie Ă€ltere Generationen.

Beruf: Medienfachwirt, Wahlkreisreferent (Cornelia LĂŒddemann MdL)
Geboren: 1982

Ämter: Jugendhilfeausschuss, Stellv. Vorsitzender des Unterausschusses

EhrenĂ€mter: Vorsitzender des Offenen Kanals, Jugendschöffe, IHK-PrĂŒfer, Leopoldsverein

www.bastian-george.de

Mandy MĂŒnch

Inklusion gehört gelebt, nicht verordnet. Starke Kinder, starke Jugendliche fĂŒr ein starkes Dessau-Roßlau.

Beruf: staatlich anerkannte Erzieherin
Geboren: 1988

Ämter: Stellv. Mitglied im Jugendhilfeausschuss (Kiez e.V.), Unterausschuss

EhrenĂ€mter: Initiative Buntes Roßlau

ExpertInnen-Runde Schulsozialarbeitï»ż

GrĂŒner Stammtisch

„Wir fordern eine dauerhafte Finanzierung der Schulsozialarbeit durch das Land“, so die einhellige Meinung in der Runde. Denn die Zeit ist knapp. Schon Ende 2020 lĂ€uft die EU-Förderung aus, mit der die SozialpĂ€dagogen bislang finanziert werden. Wie es weiter geht und unter welchen Voraussetzungen, welche Standards gebraucht werden und wie QualitĂ€t entwickelt und gesichert werden kann, wurden am Donnerstagabend in der Schwabestube in Dessau diskutiert.

„Wir brauchen einen nahtlosen Übergang, andernfalls droht Fluktuation und uns zerbröselt die Struktur“, machte George klar. Der Arbeitsmarkt fĂŒr SozialarbeiterInnen ist groß, den auch hier ist der FachkrĂ€ftemangel angekommen. „Viele der Kollegen schauen sich schon jetzt um. Wir wollen keine Projektförderung, wir brauchen KontinuitĂ€t“, beschreiben die SozialpĂ€dagogInnen die derzeitige Stimmung. „Wir brauchen schnellstens ein Signal in Richtung Zukunft! Bislang fehlen LösungsvorschlĂ€ge der Landesregierung.“

„Das Positionspapier aus Dessau-Roßlau hat etwas in Bewegung gesetzt. Das Land steht zur Schulsozialarbeit und hat dafĂŒr 31 und 34 Mio. fĂŒr die Jahre 2020/2021 vorsorglich im Haushalt eingeplant“, erklĂ€rt Wolfgang Aldag, bildungspolitischer Sprecher der BĂŒndnisgrĂŒnen Landtagsfraktion. „Schulsozialarbeit hat sich in Sachsen-Anhalt ĂŒber Jahrzehnte weg zu einem wichtigen Bestandteil der Bildungslandschaft entwickelt und ist kaum noch weg zu denken, mittlerweile sind davon alle Fraktionen ĂŒberzeugt. Ein Antrag der Koalitionsfraktionen soll Schulsozialarbeit durch ein Landesprogramm verstetigen. HierfĂŒr soll im II. Quartal dieses Jahres ein Zeitplan vorgestellt werden. Ich werde den aktuellen Stand bei dem zustĂ€ndigen Minister erfragen.“

Die Rund war nicht groß, aber dafĂŒr die Expertise. Neben dem Landesschulamt, Jugendamt und der LIGA der WohlfahrtsverbĂ€nde, nahmen mehrere SchulsozialarbeiterInnen und TrĂ€gervertreterInnen teil. „Wir haben uns eine Menge Hausaufgaben aufgegeben“, fast George die Diskussion zusammen. So sind beispielsweise WahlprĂŒfsteine, Bewerbung der Unterschriftenaktion und die finanzielle Absicherung der Stellen die in kommunaler Hand sind, angesprochen wurden. Jetzt geht es in die Umsetzung, um den Druck auf die Forderung zu erhöhen und den Erhalt der Schulsozialarbeit nicht nur in Dessau-Roßlau langfristig zu sichern.

Links:

Positionspapier – WeiterfĂŒhrung Schulsozialarbeit in Dessau-Roßlau: http://www.sessionnet.dessau.de/bi/getfile.asp?id=142406&type=do

Positionspapier der Landtagsfraktion (B90/GrĂŒne): https://gruene-fraktion-sachsen-anhalt.de/fileadmin/images/dokumente/180917_Positionspapier_Schulsozialarbeit.pdf

Unterschriftenliste AktionsbĂŒndnis der LIGA: https://docs.wixstatic.com/ugd/57f293_87501aec721340afa19b3a08d017b64e.pdf

Zukunft der Schulsozialarbeit in Dessau-Roßlau

GrĂŒner Stammtisch

Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Dessau-Roßlau lĂ€dt zum Stammtisch zum Thema „Schulsozialarbeit“

am 14. MĂ€rz um 19:00 Uhr in die Essbar im Schwabehaus, Johannisstraße 18, 06844 Dessau-Roßlau ein. 

Bastian George, Stadtratskandidat und Jugendhilfeausschussmitglied, trifft Wolfgang Aldag, bildungspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, sowie Akteurinnen und Akteure aus der Schulsozialarbeit. Gemeinsam wollen wir besprechen, wie und unter welchen Voraussetzungen Schulsozialarbeit langfristig verankert werden kann und soll. Brauchen wir verbindliche Standards, um eine QualitĂ€tssicherung der Schulsozialarbeit und ihre Weiterentwicklung zu gewĂ€hrleisten? Wie sehen diese aus und welche Bedingungen braucht Schulsozialarbeit, damit Kinder und Jugendliche langfristig von ihr profitieren können? Gerne möchten wir das GesprĂ€ch im gemeinsamen Austausch mit Expertinnen und Experten und Interessierten aus der Stadt Dessau-Roßlau zu diesen Fragen fĂŒhren.

Jede Schule braucht Schulsozialarbeit – so die einhellige Erkenntnis und Forderung des Jugendhilfeausschusses Dessau-Roßlau. Ein Positionspapier zur WeiterfĂŒhrung der Schulsozialarbeit, das vom Stadtrat bestĂ€tigt wurde, fordert das Land auf Schulsozialarbeit gesetzlich zu verankern und mit einer entsprechenden Finanzierung zu untersetzen. In Dessau-Roßlau sind an 25 Schulstandorten 23 SchulsozialarbeiterInnen tĂ€tig.

Weil Schulsozialarbeit die Menschen in Sachsen-Anhalt stĂ€rkt, wollen wir, dass Schulsozialarbeit ein fester Bestandteil unserer Bildungslandschaft bleibt. Unser Ziel ist es, dass alle Kinder und Jugendlichen an unseren Schulen langfristig von Schulsozialarbeit profitieren können. Ein erster Schritt dafĂŒr sehen wir darin, das im Rahmen des ESF-Programms „Schulerfolg sichern“ aufgebaute Netzwerk der Schulsozialarbeit mit all ihren professionellen Akteurinnen und Akteuren zu erhalten. Dieser erste Schritt fĂŒr den langfristigen Erhalt der Schulsozialarbeit wurde im Rahmen der Haushaltberatungen beschlossen.

Aldag macht aber deutlich, dass dies nur der erste Schritt sein kann. „Wir mĂŒssen mehr als die Schulsozialarbeit erhalten. Die 14 Netzwerkstellen und die landesweite Koordinierungsstelle im Land haben sich zu einer SchlĂŒsselfigur fĂŒr die Bildungslandschaft entwickelt.“

Bastian George

Kreisverband Dessau-Roßlau
Ferdinand-von-Schill-Str. 37
06844 Dessau-Roßlau

Telefon: 0340/51 66 732
Mobil: 0176/32 87 28 48
Mail: bastian.george@gruene-dessau.de

WWW.GRUENE-DESSAU.DE

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Leserbrief – Zum Artikel „Partner gesucht fĂŒr Dessopolis“

 

11846625_951989071511150_1396290783492695073_nUnbestritten, eine Kinderstadt braucht Dessau-Roßlau. Ich bin von Anfang an ein UnterstĂŒtzer und BefĂŒrworter dieses Projektes.  Zweifellos kostet ein solches Projekt sehr viel Geld. Einen Teil davon finanzierte die Stadt. Ein anderer, sehr großer Teil wurde durch Lotto-Toto gefördert und durch Spenden eingenommen, ein weiterer durch Landesfördermittel. Freilich setzt die geĂ€nderte Landesrichtlinie eine TrĂ€gerschaft der anerkannten Jugendhilfe voraus und schreibt eine landkreisĂŒbergreifende Projektarbeit vor. (mehr …)

Mehr Personal fĂŒr Streetwork

Schild GESCHLOSSEN am Jugendclub ©-Markus-BormannDie Erwartungen an die Kinder- und Jugendhilfe sind groß und die Aufgaben wachsen kontinuierlich. Doch besteht vor dem Hintergrund des bereits vollzogenen und weiter drohenden Strukturabbaus und des zunehmenden Finanzdrucks die Möglichkeit, diese Erwartungen zu erfĂŒllen? Gerade im Hinblick auf die gegenwĂ€rtige Situation um die Jugendgruppe am Schillerplatz in Roßlau und dem JC „Blitzableiter“, wird deutlich, dass eine weitere Konsolidierung im Bereich der Jugendhilfe Strukturen faktisch unwiederbringlich zerstört. Alle Möglichkeiten der Einsparungen in diesem Bereich sind erschöpft. (mehr …)