Erstes freiausleibares Transportfahrrad für Dessau-Roßlau gesichert

500€ – Grünen Neujahresempfang füllt Kassen auf

Nach einem gutbesuchten Informationsabend mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC und einem Vertreter des VorOrt e.V. zum Thema „Eine flotte Flotte – Wir schaffen das!

“ – die #DeRoFlotte – wurde beim Neujahresempfang des Kreisverbandes von Bündnis 90/ Die Grünen am 22. Januar 2018 ein Hut für Spenden herumgereicht. Um dem Vorhaben des ADFC zur Realisierung zu verhelfen, wurden die gesammelten 205,33 Euro, vom Kreisverband auf 500 Euro aufgestockt.

Zum Informationsabend stellten Vertreter des ADFC aus Magdeburg das dort bereits sehr erfolgreich etablierte Modell vor. „Einfach machen“, forderte dabei der Landesvorsitzende und Sprecher des ADFC, Martin Hoffmann, die Dessau-Roßlauer Fahrradfreunde auf.  Die allerdings schon mit Ihren Vorstellungen den Start des Projektes bereits gedanklich vollzogen haben. Nach Anschaffung der Transportlastenräder werden diese kostenfrei der Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Neben den Rädern des ADFC, werden in Kooperation weitere Räder des VorOrt e.V. mit Elektrounterstützung ausleihbar sein. Die Magdeburger Erfahrung zeigt, dass die Räder zumeist von jungen Familien für Ausflüge oder kleinere Transporte genutzt werden.

„Mit den gesammelten Geldern ist der Kauf des ersten Lastenrads nun abgesichert“, freut sich Kreissprecher Bastian George. „Damit werde nicht nur nachhaltige Mobilität beworben, sondern auch eine soziale Infrastruktur geschaffen“, so Stadtrat André Schlecht-Pesé.

Auf Landeseben kümmert sich die Landtagsabgeordnete Cornelia Lüddemann: „Mindestens acht Prozent der Mittel für den kommunalen Straßenbau sollen in den Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur investiert werden. Das ist vier Mal mehr als bisher. Radförderung sorgt mit relativ wenig Geld für weniger Stau, kürzere Parkplatzsuche und bessere Luft“, so Lüddemann.

Transport-Fahrräder haben in den letzten Jahren merklich zugenommen. Sie sind praktisch, machen Spaß und es gibt sie in jedem Design. Jedoch kann sich nicht jede/r ein sogenanntes Lastenrad leisten oder braucht es so häufig, dass sich eine eigene Anschaffung lohnt. Dafür gibt es in Magdeburg frei ausleihbare Transport-Fahrräder des ADFCs.

Spendenkonto „Transport Fahrrad Flotte“ Dessau-Roßlau:
ADFC Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.,
GLS Bank, IBAN: DE06 4306 0967 4118 7924 00

Vorschlag für Ehrenamtspass

POLITIK Milde Töne beim Neujahrsempfang der Grünen

DESSAU-ROSSLAU/MZ/TST – Kinder und Jugendliche drohten in Dessau-Roßlau zu einer Randgruppe zu werden. Vor diesem Szenario warnte beim Neujahrempfang der Bündnisgrünen Dessau-Roßlau deren Kreissprecher Bastian George. Für ihn gibt es Anzeichen, dass Interessen von jungen Menschen in der Stadt nur unzureichend berücksichtigt werden. George machte dies fest an der mehrheitlichen Weigerung des Stadtrates, einen hauptamtlichen Kinder- und Jugendbeauftragten zu bestellen. Dessen Aufgaben jedoch ehrenamtlich nicht zu bewältigen seien.

Im übrigen schlug George versöhnliche Töne an. Er lobte das Ehrenamt, ohne das es zum Beispiel weder Stadtfeste noch Rettungsdienste oder Gartenvereine gebe und das VorOrt-Haus immer noch Ruine wäre. Auch Politik sei oft Sache von Ehrenamtlichen. Jedoch mahnte er, die ausufernde Bürokratie müsse gemildert werden und schlug Oberbürgermeister Peter Kuras vor, einen städtischen Ehrenamtspass einzuführen, mit dem zum Beispiel ein preiswerterer Eintritt in die neue Schwimmhalle möglich wäre.

André Schlecht-Pesé als Chef der Fraktion Liberales BürgerForum/Die Grünen lobte das Modell als bundesweit wohl einmalig, weil sich darin politische Überzeugungen zusammengefunden haben, die sonst als wenig verträglich gelten. Der Vorzug: man diskutiere vorher alle Aspekte einer Fragestellung und finde deshalb ganz ohne Ordre oft zu einer gemeinsamen Überzeugung.

Schlecht-Pesé mahnte, bei der Stadtentwicklung und Neubauvorhaben die gesamte Stadt im Auge zu behalten. Eine Erweiterung der Waldsiedlung komme nur einer kleinen Gruppe zugute – die dann zum Beispiel wieder für mehr innerstädtischen Verkehr vom Rand ins Zentrum sorgen würde. Hingegen würden Viertel wie das ums Leipziger Tor aus dem Blickfeld geraten, auch in Roßlau „muss dringend etwas getan werden“, um soziale Unwucht wenigstens abzumildern.

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Gutes Zusammenleben in Dessau-Roßlau – Händchenhalten vs. Blockieren

Auch im März 2018 erwarten wir in Dessau wieder Besuch von rechten Kameradschaften zu sogenannten „Trauermärschen“. Was tun? Ralf Zaizek und Christoph Kaßner dazu im lebhaften „Streitgespräch“.

Bildschirmfoto 2017-12-06 um 09.45.04 KopieSeit einigen Jahren mobilisiert die „Menschenkette“ zum Neo-Naziaufmarsch im März über 2.000 Dessauer/-innen zum friedlichen Protest. Dennoch gelingt es immer wieder, dass provokante Aktionen der Rechten für Frust bei den Protestlern: Reicht das aus? Andere Akteure halten Straßenblockaden u.ä. für die richtige Antwort. Und so stellen sich Ralf Zaizek (Netzwerk Gelebte Demokratie) und Christoph Kaßner (Bündnis Dessau nazifrei) in einem „Streitgespräch“ den unterschiedlichen Haltungen.

In der Zeit vom 28.08. – 26.11.2017 beleuchtet der Offene Kanal Dessau in Kooperation mit dem Dessauer „Netzwerk gelebte Demokratie“ verschiedene Themenfelder.

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Neujahresempfang

Liebe Freundinnen und Freunde,

Wir wünschen noch Alles Gute für das Neue Jahr, gute Ideen und Kraft sie umzusetzen, im Sinne unserer Umwelt, unserer Gesellschaft und unserer Stadt. Wir möchten hiermit ganz herzlich einladen zum Neujahrsempfang des Kreisverbandes Dessau-Roßlau von Bündnis 90/Die Grünen am Montag, den 22. Januar 2018 um 18.00 Uhr im Plan B – Kneipe im Alten Theater.

 

Tschiche-Demokratiepreis an Initiative „Buntes Roßlau“ verliehen

Der Landesverband Sachsen-Anhalt von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat erstmals seinen Hans-Jochen-Tschiche-Demokratiepreis vergeben. Preisträger ist die Initiative „Buntes Roßlau.“ (https://de-de.facebook.com/buntesrosslau/) Die beiden Gründer*innen, Markus Geiger und Mandy Münch, nahmen den mit 1.000 Euro dotierten Preis in einer emotionalen Zeremonie auf dem Kleinen Parteitag der GRÜNEN am 18.11.2017 in Quedlinburg entgegen. (mehr …)

Oury Jalloh: Aufklärung unmöglich – Unabhängige Ermittlungen nötig

Nach der Einstellung des Verfahrens zum Tod von Oury Jalloh durch die Staatsanwaltschaft Halle berichtete die WDR-Sendung Monitor mit Verweis auf einen Zwischenstand aus dem Ermittlungsverfahren, dass nicht auszuschließen sei, dass Oury Jalloh getötet worden sei.

Sebastian Striegel, rechtspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sagt dazu: „Im Rechtsausschuss des Landtags, der auf Grünes Betreiben in der vergangenen Woche in öffentlicher Sitzung tagte, ist der Verlauf des Ermittlungsverfahrens durch Befragung des Generalstaatsanwaltes und der Leitenden Oberstaatsanwältin in Halle noch einmal umfassend ergründet worden. Auch der Versuch einer Abgabe des Verfahrens an den Generalbundesanwalt kam zur Sprache.“ (mehr …)